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Kontakt

Prof. Dr.-Ing. Andreas Rupp
Wissenschaftlicher Leiter

Dr.-Ing. Michael Plitzner
Geschäftsführer

Europäisches Kompetenzzentrum für Glocken – ECC-ProBell®

Das Europäische Kompetenzzentrum für Glocken – ProBell hat Verfahren entwickelt, die es ermöglichen, das Gefährdungspotenzial des Läutens für eine Glocke zu bestimmen. Die Beanspruchungen einer Glocke beim Läuten werden mit geeigneten Computermodellen simuliert und anhand von vorliegenden Daten zur Lebensdauer und Ermüdungsfestigkeit der Glockenbronze bewertet. Mithilfe der Computermodelle lassen sich optimale Läute-bedingungen und ein auf das jeweilige Glockensystem abgestimmter Klöppel berechnen.

Besonders stark gefährdet sind historische und große Glocken, deren Beanspruchungsgeschichte leider nicht bekannt sind. Um es bei solch wertvollen Glocken gar nicht erst zum Schaden kommen zu lassen, wurde der Musikalische Fingerabdruck von Glocken entwickelt, der es ermöglicht, bereits kleinste Anrisse im Materialgefüge festzustellen. In einem derart frühen Stadium eines Schadens kann dessen Ausbreitung noch mit einfachen und kostengünstigen Veränderungen an der Glockenaufhängung und den Läutebedingungen  gestoppt oder stark verlangsamt werden.

Die Erkenntnisse der Forschungen wurden bereits bei einer Vielzahl von bedeutenden Glocken in Projekten zur Anwendung gebracht. Der gebrochene Klöppel der Petersglocke im Kölner Dom wurde von uns berechnet, um einen erneuten Klöppelbruch auszuschließen und die Glocke in Zukunft schonender zu läuten. Verschiedene historische Geläute u. a. im Mittelzeller Münster/Insel Reichenau, im Eichstätter Dom und im Braunschweiger Dom wurden mit Hilfe des musikalischen Fingerabdrucks auf Schäden hin untersucht und wo erforderlich wurden Vorschläge für neue Klöppel erarbeitet.

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