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05.04.2018

Geht nicht? – Gibt’s nicht! Lebensentwürfe im Wandel

Öffentliche Ringvorlesung im Sommersemester 2018

Soll das Baby leben? Wenn ein Paar erfährt, dass sein Kind mit schweren Behinderungen zur Welt kommen wird, muss eine Entscheidung fallen. Ein Thema, über das man nicht spricht, obwohl jedes Paar mit Kinderwunsch in diese Situation geraten kann. Die öffentliche Ringvorlesung des Büros für Gleichstellung und Familie beginnt am 17. April und greift im ersten Vortrag die Themen Pränataldiagnostik und Abtreibung auf. In der vierteiligen Vortragsreihe unter dem Titel „Geht nicht? – Gibt’s nicht! Lebensentwürfe im Wandel“ werden im Verlauf des Sommersemesters sensible und – wie es auf den ersten Blick scheint – private Themen zur öffentlichen Diskussion gestellt.
Der Wandel von Lebensentwürfen wird aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Elternschaft und Familie werden oft als Inbegriff privater Lebensgestaltung verstanden, dabei waren der Zugang zu und die Anerkennung von Elternschaft stets Gegenstand staatlicher Regulierung. Auch das soziale Umfeld meint, hier mitreden zu müssen.
So sind zum Beispiel Transelternschaft und Regenbogenfamilien Gegenstand zielloser Debatten. Ebenso spaltet das Thema offene Beziehungen. Monogamie gilt nicht als eine von vielen möglichen Beziehungsformen, sondern wird von der breiten Masse als einzige und selbstverständliche Möglichkeit wahrgenommen. Was aber, wenn Monogamie nicht zu mir passt? Ist Monogamie nur ein großer Betrug an uns selbst? Welche vielfältigen Möglichkeiten gibt es, Beziehungen zu gestalten?
Für viele Paare gehören Kinder selbstverständlich zur Zukunftsplanung. Doch was ist, wenn sich die lang ersehnte Schwangerschaft nicht einstellen will? Schwanger um jeden Preis? Oder finde ich mich wie Franziska Ferber, Teilnehmerin der Diskussionsrunde, mit meiner Kinderlosigkeit ab und helfe dabei noch anderen Paaren mit dem Tabuthema umzugehen? Die Ringvorlesung schließt mit einer Podiumsdiskussion über verschiedene Fragestellungen zu reproduktiven Möglichkeiten und Unmöglichkeiten ab.

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