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15.06.2016

Hand in Hand für eine zeitgemäße Geriatrie

13. Fachtagung der Fakultät Soziales und Gesundheit

Pflege und Wissenschaft: Hand in Hand für eine zeitgemäße Geriatrie

Noch nie wurden wir so alt wie heute. Noch nie konnten wir eine so lange, nachberufliche Lebensphase gestalten. Noch nie erlebten wir neben Kindern auch Enkel, Urenkel, Eltern, Großeltern und Urgroßeltern gleichzeitig über längere Zeit hinweg. Wäre da nicht die zweite Seite der Medaille: Mit steigender Lebenserwartung nimmt die Anzahl an Alterserkrankungen in der Gesellschaft zu.

Die 13. Fachtagung der Fakultät Soziales und Gesundheit an der Hochschule Kempten widmete sich daher am 15. Juni der Bedeutung von Pflegewissenschaft und ihrer Akademisierung in Hinblick auf gesellschaftliche Veränderungen und komplexere Anforderungen im Bereich der Altenhilfe.

Um Alterserkrankungen adäquat zu behandeln, werden neben geriatrisch qualifizierten Medizinern auch geriatrisch qualifizierte Personen in Pflege- und Therapieberufen benötigt. Zu wissen und nicht nur zu ahnen, welche Methoden pflegerischen und therapeutischen Handelns hilfreich und nachhaltig sind, ist das A und O einer professionellen und hoch qualifizierten Gesundheitsversorgung.

Die diesjährige Fachtagung stand unter der Leitung von Professorin Dr. Veronika Schraut, die für den Studiengang Geriatrische Therapie, Rehabilitation und Pflege an die Hochschule Kempten berufen wurde und selbst ursprünglich aus der praktischen Altenhilfe stammt. Neben der Akademisierung der Pflegewissenschaft wurde auch die Notwendigkeit, dem bestehenden und weiter zunehmenden Pflegenotstand zu begegnen, thematisiert. In diesem Zusammenhang wurde der neu gestartete und bundesweit innovative Studiengang „Geriatrische Therapie, Rehabilitation und Pflege“ aufgezeigt.

Als Hauptrednerin verdeutlichte Frau Prof. Christel Bienstein als Pflegewissenschaftlerin der ersten Stunde und Präsidentin des Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK), die dringende Notwendigkeit einer Teilakademisierung der Pflege und zeigte die Wichtigkeit evidenzbasierten Wissens in der Pflege auf. Prof. Dr. Cornel Sieber, national und international hochkarätiger Altersmediziner und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) schlug die Brücke zwischen Altersmedizin und den Gesundheitsfachberufen und betonte, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit auf Augenhöhe sei.

Auf einer Podiumsdiskussion mit namhaften Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Wohlfahrtspflege und Pflegepraxis wurden politische und institutionelle Sichtweisen in Hinblick auf die künftige Pflege im Alter diskutiert. Zur Auflockerung des anspruchsvollen und spannenden Programms trug „Dein Theater“ aus Stuttgart erfolgreich bei.

„Dein Theater“ Stuttgart setzte das Alter humorvoll in Szene.

Frau Prof. Dr. Veronika Schraut eröffnete die 13. Fachtagung der Fakultät Soziales und Gesundheit und begrüßte die Gäste.

Gefüllte Reihen im Audimax zeugten von großem Interesse an der 13. Fachtagung.

Frau Prof. Dr. Schraut bei Ihrem Vortrag zur Vorstellung des Studiengangs Geriatrische Therapie, Rehabilitation und Pflege, dessen Zielen und Visionen.

Fachtagung der Fakultät Soziales und Gesundheit, auch am Buffet in der Pause war dies erkennbar.

Die Referenten der Fachtagung Frau Prof. Dr. Veronika Schraut, Herr Prof. Dr. Cornel Sieber , Frau Prof. Christel Bienstein, mit dem Präsidenten der Hochschule Kempten Prof. Dr. Robert F. Schmidt.

Ein kleines Dankeschön für Prof. Dr. Cornel Sieber, der auf eindrückliche Art und Weise die Bedeutung der Pflege- und Therapieberufe auf Augenhöhe mit der Medizin in der geriatrischen Versorgung illustrierte.

Die Podiumsdiskussion.

Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion von links Frau Prof. Dr. Veronika Schraut, Frau Julia Oppenländer, Herr Dr. med. Gerhard Grabner, Hochschulpräsident Prof. Dr. Robert F. Schmidt und der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Geriatrie Bayern e.V. Herr Richard Bartsch.

Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Geriatrie Bayern e.V., Bezirkstagspräsident Richard Bartsch, formulierte konkrete Forderungen an die Berliner Politik.

 

 

 

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