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15.03.2017

Reizwort „Gender“?

Hochschule lädt zur Ringvorlesung

Reizwort „Gender“? Mit dieser Fragestellung befasst sich die aktuelle Ringvorlesung des Büros für Gleichstellung und Familie und der Frauenbeauftragten der Hochschule Kempten im Sommerse-mester 2017. Thematisiert werden darin anti-wissenschaftliche Diskurse in der Gesellschaft, die durch neue populistische Strömungen immer mehr Aufwind erfahren.

Inwiefern Geschlecht dadurch zum politischen Kampfbegriff geworden ist, unsere Gesellschaft durch das Bild einer „Idealfamilie“ geprägt wird und Frauenfeindlichkeit auch in der digitalen Öffentlichkeit ein virulentes Problem darstellt, wird Teil der Vorlesungsreihe sein.

In Zusammenarbeit mit dem Büro für Gleichstellung und Familie veranstaltet die Frauenbeauftragte der Hochschule Kempten, Frau Prof. Dr. Ursula Müller, Ringvorlesungen rund um die Aspekte Gender und Diversity, um verschiedene Lebensbereiche in Bezug auf diese Kategorien zu beleuchten. In jedem Semester wird dabei ein anderer Schwerpunkt gesetzt. Das Format der Ringvorlesung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass derselbe Themenbereich von Referierenden verschiedener Hochschulen und anderen Institutionen ausgelotet wird und so unterschiedliche Aspekte und Herangehensweisen Berücksichtigung finden.

Die Veranstaltungsreihe beginnt am 21. März mit dem Thema „Anti-Genderismus: Geschlecht als politischer Kampfbegriff“. Gender ist zu einem umkämpften politischen Begriff geworden und Geschlecht wird zum Schauplatz (alter und) neuer kultureller und politischer Kämpfe. Der Vortrag beleuchtet, was sich hinter dem Begriff Gender verbirgt und die Zielsetzungen ausgewählter Akteurinnen und Akteure einer Anti-Gender-Bewegung analysieren. Durch den Vortrag führt Dr. Klemens Ketelhut, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Beim darauffolgenden Termin am 25. April soll über das Thema „Vater, Mutter, Kind? Zum Konzept einer "Idealfamilie"“ diskutiert werden. Es referiert Dr. Gisela Notz, freie Autorin, Sozialwissenschaftlerin und Historikerin aus Berlin.

Der Vortrag „Trolle, die Frauen hassen: Antifeminismus und Frauenfeindlichkeit im Internet“ am 23. Mai beschäftigt sich mit den spezifischen Dynamiken und Akteurinnen und Akteuren antifeministischer Kommunikation in digitalen Öffentlichkeiten, und fragt danach, wie unterschiedliche (netz-)politische Handlungsansätze und Gegenstrategien zu bewerten sind. Kathrin Ganz, Politikwissenschaftlerin, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Technischen Universität Hamburg wird hierzu referieren.

Die Ringvorlesung richtet sich an alle Hochschulangehörigen der Hochschule Kempten sowie an die interessierte Öffentlichkeit. Weitere Informationen hier.

 

 

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