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14.07.2017

„Industrie 4.0 leicht gemacht“

Material- und Energiesparen durch Apps

Das Thema Industrie 4.0 ist in aller Munde – doch wie funktioniert die Umsetzung im Unternehmen konkret? Sehr anschaulich beantwortet der frisch produzierte Film „Industrie 4.0 leicht gemacht – Material- und Energiesparen durch Apps“ diese Frage. Die in dem Film vorgestellte App wurde an der Hochschule Kempten in Zusammenarbeit mit der Kemptener Eisengießerei entwickelt.

Der neue Film der VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH (VDI ZRE) „Industrie 4.0 leicht gemacht – Material- und Energiesparen durch Apps“ zeigt, wie Unternehmen vor dem Hintergrund der digitalen Transformation mithilfe von Apps auf Smartphones und Tablets die Ressourceneffizienz in ihren Produktionsabläufen steigern können.

Der ca. elf-minütige Film zeigt die Produktionsabläufe in zwei Unternehmen, die digitalisierte Technologien einsetzen: Die Kemptener Eisengießerei Adam Hönig AG im Allgäu stellt Gussprodukte her. In Handarbeit sind zahlreiche Arbeitsschritte bei der Fertigung von Formen zu verrichten. Dies wirkt sich auf die Qualität des Gusses aus. Um die bestmögliche Ausführung der einzelnen Arbeitsschritte zu gewährleisten, setzt die Gießerei Barcodes ein. Mit Smartphones scannen die Mitarbeiter die Barcodes ein und übermitteln sie an eine Datenbank. So können neue Prozessparameter in den Fertigungsbereichen aufgenommen, und der Produktionsablauf kann nachverfolgt werden. Ziel ist es, die Energie- und Ressourceneffizienz zu steigern, zum Beispiel durch Reduzierung der Überproduktion an flüssigem Metall. Es sollte bestenfalls nur exakt die Menge an Metall eingeschmolzen werden, die für den Guss tatsächlich benötigt wird. Zudem kann das Verhältnis von Formsand und Schmelze optimiert und viel Material und Energie eingespart werden. Diese Produktionsinnovation wurde mit Mitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert und von der Hochschule Kempten wissenschaftlich begleitet.

Die Idee zu dieser App entstand in dem Forschungsprojekt IEREGUSS unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Dierk Hartmann. Das Projekt ist im Forschungsschwerpunkt Fertigungs- und Automatisierungstechnik des Forschungszentrums Allgäu der Hochschule Kempten angesiedelt. Zielsetzung ist es, Energie- und Ressourceneffizienz in energieintensiven verfahrenstechnischen Fertigungen durch den intelligenten Einsatz von IT-Systemen zu optimieren. Die Konzeptionierung und Programmierung der App lag in den Händen von B.Sc. Stefan Grimm. Die konkrete Anwendung der App ist in ein spezielles Auftragsmonitoring eingebunden, dass die konsolidierten Daten aus der App sowie dem ERP-System nutzt, um den Fertigungsstand der einzelnen Aufträge visuell aufzuzeigen. Verknüpft sind diese Informationen mit entsprechenden Energieverbrauchsdaten.
Die Hauptaufgabe der App besteht darin, fertigungs- und ressourcenrelevante Prozessparameter im Fertigungsablauf aufzunehmen, um diese – wie im Video gezeigt – mit den anderen Datenquellen zu verknüpfen. Aus den Datenbeständen werden mittels maschinellem Lernen und Methoden der „predictive analytics“ Wirkmuster analysiert und auf deren Grundlage Handlungsempfehlungen erarbeitet, die eine gesamtheitliche Ressourceneffizienz in der Fertigung gewährleisten.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es auf folgender Website http://wp-kempten.de/forschung/prozessmonitoring/iereguss/

Der Film „Industrie 4.0 leicht gemacht – Material- und Energiesparen durch Apps“ ist auf dem YouTube-Kanal des VDI Zentrums Ressourceneffizienz „Ressource Deutschland TV“ oder im WebVideomagazin abrufbar.

 

 

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