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07.08.2017

Über 125.000 Euro für 3D-Drucker gespendet

Fritz und Brunhilde Englisch Stiftung unterstützt erneut

Mit Unterstützung der Fritz und Brunhilde Englisch Stiftung konnte die Hochschule Kempten ihre technische Ausstattung um einen hochmodernen 3D-Drucker erweitern. 125.351 Euro stellte die Stiftung mit Sitz in Wiggensbach dafür zur Verfügung. Das Gerät wird vor allem im Lehrgebiet der Lebensmittel- und Verpackungstechnologie eingesetzt.

Fotos: Fritz und Brunhilde Englisch Stiftung spendet über 125.000 Euro für 3D-Drucker. Bild unten links: v.r.n.l Stiftungsbeirat, Alois Gromer, Prof. Dr.-Ing. Regina Schreiber, Studiengang Lebensmittel- und Verpackungstechnologie, Anna Liebrich, Doktorandin im Kompetenzzentrum für angewandte Forschung in der Lebensmittel- und Verpackungstechnologie (KLEVERTEC), Stiftungsbeirätin Christine Mayr, Stiftungsvorstand und Landrat a. D. Gebhard Kaiser sowie Hochschulpräsident Prof. Dr. Robert F. Schmidt.

Schon heute ist sicher, dass die additive Fertigung, im allgemeinen Sprachgebrauch auch als 3D-Druck bezeichnet, im Zuge der Digitalisierung zu einer industriellen Revolution beitragen wird. Das dreidimensionale Drucken komplexer Objekte aus Kunststoff, Metall oder gemischten Materialien wird serienmäßig bereits seit einigen Jahren in der Automobilindustrie, bei Flugzeugbauern und Medizintechnikfirmen eingesetzt.
Nutzungspotenzial besteht für fast alle Branchen, auch für die Lebensmittel- und Verpackungsindustrie. Unternehmen müssen die Chancen, die diese innovative Technologie bietet, frühzeitig erkennen und nutzen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

„Die additive Fertigung wird die klassischen Prozesse im Produktlebenszyklus komplett verändern. So verkürzen sich z. B. Produktentwicklungszeiten aufgrund der schnelleren Verfügbarkeit von Prototypen und Werkzeugformen. Umso wichtiger ist es, dass bereits Studierende im Rahmen einer praxisorientierten Grundlagenausbildung damit vertraut werden“, so Dr. Regina Schreiber, Professorin im Studiengang Lebensmittel- und Verpackungstechnologie.

„Im Zeitalter der Digitalisierung spielt der 3D-Druck eine immer wichtigere Rolle. Die Hochschule Kempten ist stolz, mit Unterstützung der Fritz und Brunhilde Englisch Stiftung, diese revolutionäre Technik in Lehre und angewandter Forschung einsetzen zu können“, ergänzt Hochschulpräsident Prof. Dr. Robert F. Schmidt. „Die enge Verbundenheit, die die Stiftung gegenüber der Hochschule damit zum Ausdruck bringt, schätzen wir außerordentlich.“

Bereits 2014 spendete die Stiftung der Hochschule einen mittleren fünfstelligen Betrag für die Anschaffung hochwertiger Laborgeräte für die Infrastruktur des Labors für Lebensmittel- und Verpackungstechnologie. „Diese Hilfe und Unterstützung ist ganz im Sinne des Stifters Fritz Englisch,der ja ein ganz großer Pionier bei der Entwicklung und Aufbau der Verpackungsindustrie im Allgäu war. Es war ihm immer ein ganz besonderes
Anliegen, die Zeichen der Zeit zu erkennen und Innovationen zu unterstützen“
, so Stiftungsvorstand und Landrat a. D. Gebhard Kaiser.

Studium der Lebensmittel- und Verpackungstechnologie

Der Bachelorstudiengang Lebensmittel- und Verpackungstechnologie an der Hochschule Kempten vermittelt verfahrenstechnische und naturwissenschaftliche Kompetenzen, die für die Herstellung und Verpackung von Lebensmitteln herausragende Bedeutung haben.
Aufbauend auf den Kernfächern aus den Bereichen Lebensmitteltechnologie mit Schwerpunkt Milch- und Molkereitechnologie, Abfüll- und Verpackungstechnologie sowie der Lebensmittelverfahrenstechnik werden die Studierenden auch in die betriebswirtschaftlichen Grundlagen und Methoden des Projektmanagements eingeführt.
Gerade Anforderungen unterschiedlicher Lebensmittel an die Verpackung sowie die Kenntnisse der Interaktion von Verpackung und Lebensmittel werden für die Zukunft immer wichtiger, um qualitativ hochwertige Lebensmittel herzustellen und erfolgreich zu vermarkten. Absolventinnen und Absolventen finden als gut ausgebildete Ingenieurinnen und Ingenieure in der Region aber auch überregional hervorragende Arbeitsmarktchancen vor.
Die Bewerbung für das Wintersemester 2017/2018 ist noch bis 30.09.2017 möglich.

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