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20.09.2017

Institut für Fahrerassistenz+vernetzte Mobilität

Horst Seehofer gibt Zusage für Millionenförderung

Eine mit Spannung erwartete Entscheidung für die Hochschule Kempten teilte vor kurzem Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer mit. Er gab grünes Licht für die Einrichtung eines Instituts für Fahrerassistenz und vernetzte Mobilität (IFM) am Standort Memmingen / Unterallgäu. Die Gesamt-investitionssumme beträgt 15,3 Millionen Euro.

Assistiertes und automatisiertes Fahren ist neben der Elektromobilität und der intelligenten Vernetzung einer der Megatrends in der Fahrzeugindustrie, der zu großem Wandel führen wird. Diesen Bedarf hat die Hochschule Kempten auf Initiative des Freistaates Bayern mit der Einrichtung des Masterstudiengangs Fahrerassistenzsysteme aufgegriffen. Zudem werden im Forschungsschwerpunkt „Vernetzte Mobilität und Fahrzeugtechnik“ seit Jahren öffentlich geförderte und Auftrags‐F&E‐Projekte vornehmlich in der Elektromobilität erfolgreich durchgeführt.

Am Standort Memmingen / Unterallgäu betreibt die Firma FAKT‐motion ein Prüf- und Testgelände für unterschiedlichste Untersuchungen, insbesondere von Fahrzeugen mit immer mehr Assistenzsystemen. Die Firma Continental baut dort eine eigene Test‐ und Versuchsabteilung zur Erprobung ihrer Neuentwicklungen auf.Die im März durch die Hochschule Kempten beantragte Einrichtung eines „Instituts für Fahrerassistenz und vernetzte Mobilität“ am gleichen Standort war damit logische Konsequenz. Ziel ist es, die erfolgreichen Aktivitäten in Lehre und Forschung in diesem F&E‐Bereich zu bündeln und weiter auszubauen.

Bereits heute wird davon ausgegangen, dass der Aufwand für das Testen und den experimentellen Nachweis der Funktionstüchtigkeit und Zuverlässigkeit der komplexen Systeme eines assistierten Fahrzeuges höher als der eigentliche Entwicklungsaufwand ist. Der Schwerpunkt des Instituts liegt daher in den  Bereichen Entwicklung von Methoden und Anforderungen für neue Assistenzsysteme, Entwicklung von Konzepten und Applikationen zur vernetzten Mobilität sowie Überprüfung und Validierung von Sicherheit und Zuverlässigkeit.

Hochschulpräsident Prof. Dr. Robert F. Schmidt zeigte sich entsprechend hoch erfreut, über die Zusage aus München: „Ein enormer Vorteil dieses Hochschulforschungsinstituts ist der direkte Zugang zu einem modernen Prüf‐ und Testgelände, ohne von staatlicher Seite in den teuren Bau eines derartigen Testgeländes investieren zu müssen. Gleichzeitig ist der Ausbau der Kooperation mit Industrieunternehmen sichergestellt, die in diesem innovativen Arbeitsfeld einen hohen Entwicklungsbedarf haben und sowohl auf junge gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie auch auf Forschungskapazität und Know‐how angewiesen sind.“

Das beantragte Institut der angewandten Forschung mit unmittelbarem Zugang zu einem Testgelände bietet die Möglichkeit zu einer Vielzahl von Projekten rund um die Themen von Fahrerassistenz, autonomes Fahren und vernetzte Mobilität, nicht zuletzt in Kooperation mit anderen anwendungsorientierten Partnern, wie z. B. der Hochschule München und mit Grundlagenorientierten Forschungspartnern wie der Technischen Universität München.

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