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12.12.2017

D+R: Erstes Projekt mit Industriepartner

Systems-Engineering-Studierende für Grenzebach aktiv

Seit einem Jahr können technisch Interessierte rund um Nördlingen und Memmingen praxisnah studieren: quasi vor der Haustüre. Das Ganze dual bzw. in Teilzeit zusammen mit einem regionalen Partnerunternehmen. Zum diesjährigen Wintersemester startete die zweite Kohorte des innovativen Studienmodells „Digital und Regional“. 37 Studierende lassen sich innerhalb von neun Semestern im Studiengang „Systems Engineering“ zum Bachelor of Engineering ausbilden. Der erste Jahrgang, der im vergangenen Jahr sein Studium aufnahm, hat nun einen besonderen Meilenstein erreicht: Erstmals startete ein Projekt mit einem Partnerunternehmen aus der Industrie, um die erlernte Theorie direkt in der Praxis umzusetzen.

Die Firma Grenzebach Maschinenbau GmbH in Hamlar, die auch einen dual Studierenden in der Kohorte stellt, hat drei Themen angeboten, die von insgesamt fünf Gruppen mit je fünf Teammitgliedern bearbeitet werden. Grenzebach ist Spezialist im Anlagenbau und für Automatisierungstechnik und bietet Anlagen zur Lösung von Fertigungs- und Automatisierungsaufgaben. Die Studierenden setzen sich bei dem Unternehmen mit der Neukonstruktion eines Bauteiles und mit der Nachrechnung von Schadensfällen, die tatsächlich aufgetreten sind, auseinander.

„Wir legen großen Wert auf praxisnähe im Studium“, erklärt Prof. Dr. Nik Klever, Studiengangsleiter „Systems Engineering“. Im dritten Semester beschäftigen sich die Studierenden mit den Themen Konstruktion, Mechanik und Werkstoffkunde in der Theorie. Durch die Zusammenarbeit mit Grenzebach hätten die Studentinnen und Studenten nun die Möglichkeit, alle drei Fächer in der Praxis, also direkt in der Industrie anzuwenden. „Die Studierenden konstruieren, wählen einen passenden Werkstoff aus und berechnen die mechanische Festigkeit“, ergänzt Prof. Ulrich Thalhofer, der das Projekt federführend für die Hochschule Augsburg betreut. „Wir sind froh, dass wir mit Grenzebach einen starken Partner haben, mit dem wir die Praxisphase umsetzen können.“ Es zeige sich, dass Studierende die größten Lernfortschritte machen, je mehr Praxisbezug das Projekt habe. Und dies könne mit Projekten aus der Industrie am besten garantiert werden.

Über Digital und Regional

Das Besondere an dem bayerisch-schwäbischen Studienmodell „Digital und Regional“ der Hochschulen Augsburg und Kempten ist die Möglichkeit, dass hiesige Fachkräfte an zwei Werktagen pro Woche an den Hochschulstandorten Nördlingen und Memmingen studieren und an den restlichen Wochentagen in ihrem Unternehmen beschäftigt sind. Die Inhalte werden in Nördlingen und Memmingen via E-Learning gelehrt, die dann praktisch selbständig in einer semesterbegleitenden Projektarbeit in Kleingruppen umgesetzt werden. Der technisch orientierte Ingenieur-Studiengang „Systems Engineering (B.Eng.)“ zielt dabei auf Industrie 4.0 ab und bietet gleichzeitig regionalen, technisch produzierenden Unternehmen die Chance zur Fachkräftesicherung und -qualifizierung vor Ort.

Studieninfoabend am 14. Dezember 2017 um 17.30 Uhr

„Geeignet ist der Studiengang für alle, die engagiert sind, die mit dem Studiengang ihre aktuelle Arbeitssituation verbessern können, und für diejenigen, die Lust darauf haben, sich in das Thema Industrie 4.0 einzuarbeiten,“ erklärt Studiengangsleiter Klever. Studieninteressierte sowie interessierte Unternehmen können sich ohne Voranmeldung zum regionalen Studiengang informieren: Am Donnerstag, den 14. Dezember, ab 17.30 Uhr entweder am Hochschulzentrum Donau-Ries in Nördlingen oder am Hochschulzentrum Memmingen.

Foto: Kick-Off Themenvorstellung bei Grenzebach Maschinenbau GmbH, Hamlar: Prof. Ulrich Thalhofer (stehend), Hochschule Augsburg, Modulverantwortlicher Mechanik, mit Verantwortlichen der Grenzbeach Maschinenbau GmbH und Studierenden des 3. Semesters „Systems Engineering (B.Eng.)“ Bildnachweis: Hochschulzentrum Donau-Ries.

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