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21.12.2017

E-Mobilität: BMWi-Projekt „hyPowerRange“

Neues Hybridspeicherkonzept

Im Rahmen des vom BMWi geförderten Projekts „hyPowerRange“ wird ein neuartiges Batteriekonzept entwickelt und erprobt, welches eine kostengünstige modulare und flexible Auslegung der Leistung und Kapazität von Elektrofahrzeugbatterien ermöglicht. Das Ziel des Forschungsprojekts „hyPowerRange“ ist es, die Faktoren Reichweite, Kosten, Kühlbedarf und Leistung von E-Fahrzeugen zu verbessern.

Dies soll durch die Entwicklung und den Aufbau eines modularisierten hybriden Energiespeichers erreicht werden.
Dabei werden verschiedene Hochenergie- und Hochleistungszellen anwendungsspezifisch zu einer Gesamtbatterie kombiniert. Im Gegensatz zu bisherigen Projekten wird die hybride Batterie direktgekoppelt, das heißt ohne elektronische Zwischenwandler betrieben.

Energie- und Thermomanagement

Neben der Direktkopplung werden im Projekt konsequent zusätzliche reichweitenverlängernde Maßnahmen angewandt. So wird der hybride Speicher in ein übergeordnetes Energie- und Thermomanagement im Fahrzeug eingebunden. In diesem Zusammenhang ist der Einsatz von Wärmepumpen im Fahrzeug und eine in Bezug auf Reichweite optimierte Batterie- und Fahrzeugtemperierung mit thermischer Vorkonditionierung aus dem elektrischen Netz vorgesehen.


Die Entwicklung elektrischer und mechanischer Lastprofile für die Auslegung und Simulation, die messtechnische Ausstattung des Fahrzeugdemonstrators sowie die Durchführung von Gesamtsystemtests sind Aufgaben des Teams an der Hochschule Kempten unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Andreas Rupp, Vizepräsident für Forschung und Entwicklung.


Auf Grundlage der langjährigen Erfahrungen im Bereich Fahrzeug-Monitoring und Datenanalyse werden Belastungen und Lasten für die neue Hybridbatterie und das Gesamtfahrzeug analysiert und bewertet. Weiterhin wird ein Konzept zur nötigen Messtechnik und Sensorik im Fahrzeugdemonstrator entwickelt und appliziert.

Nach Umsetzung des Konzeptes führt die Hochschule einen Gesamtsystemtest als Mikrofeldtest durch und entwickelt dazu zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES an die
hybride Batterie angepasste Teststrategien.

Das Forschungsprojekt „hyPowerRange“ läuft seit Anfang 2017 und wird voraussichtlich Ende 2019 abgeschlossen sein. Das neue modulare und flexible Batteriekonzept wird exemplarisch in ein Elektrofahrzeug integriert und ab 2019 sowohl im Fahr- als auch im Ladebetrieb am elektrischen Netz getestet und demonstriert.

Das Projekt wird gemeinsam von den Projektpartnern ABT Sportsline, Bertrandt, der BMZ Group, dem Fraunhofer IWES (Konsortialführer), dem Fraunhofer LBF, Konvekta sowie der Hochschule Kempten durchgeführt und vom BMWi unter dem Förderkennzeichen 03ET6114C gefördert.

Mehr Informationen zum Projekt gibt es hier.

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