Zur Hauptnavigation

Prozess-, Projekt- und Qualitätsmanagement

Der Wertschöpfungsprozess ist der zentrale Prozess eines Unternehmens. Wertschöpfung findet statt im Produktionsprozess eines Unternehmens und in den vorgelagerten Produktionsprozessen der Lieferanten. Die Bedeutung der Lieferanten und ihr Anteil am gesamten Wertschöpfungsprozess nimmt dabei immer mehr zu.

Das Prozessmanagement beschäftigt sich mit der Planung, Gestaltung, Steuerung und Optimierung der Teilprozesse des Produktions- und Materialbeschaffungsprozesses. Daneben werden Teilprozesse des vorgelagerten Produktentstehungsprozesses und des nachgelagerten Distributionsprozesses betrachtet.

Aufbauend auf den Inhalten der Vorlesung „Grundlagen des Prozessmanagements“ (Grundstudium) werden die Inhalte, Methoden und Werkzeuge des Prozess-, Projekt- und Qualitätsmanagements vermittelt. Dies geschieht unter Anwendung der Prinzipien der Ganzheitlichkeit, Kundenorientierung und Flussorientierung. Den Studierenden wird damit das Rüstzeug zur Gestaltung effizienter Prozesse und damit zur effizienten Leistungserbringung in Produktion und Materialbeschaffung an die Hand gegeben.

Getreu dem Motto: „Nichts ist so praktisch wie eine gute Theorie“ werden dabei in der Vorlesung „Prozess- und Innovationsmanagement“ die vermittelten Methoden an konkreten Beispielen aus der betrieblichen Praxis eingeführt.

Einige der dabei vermittelten Methoden und Werkzeuge sind:

  • Lieferantenmanagement als strukturierte Methode zur Gestaltung der Beziehungen zwischen Hersteller und seinen Lieferanten
  • Wertstromanalyse als ein Werkzeug zur Modellierung und Analyse von Wertschöpfungsprozessen
  • KVP (Kontinuierliches Verbesserungsmanagement) als eine Möglichkeit zur Optimierung und Neugestaltung von Produktionsprozessen
  • Simulation zur Modellierung und Untersuchung von dynamischen Systemen, insbesondere der Materialflussplanung
  • Anwendung statistischer Methoden z. B. zu Gestaltung variantenreicher Produktion oder zur Modellierung einer Belieferung in Sequenz
  • Einsatz der logistischen Prozesskostenrechnung zur ganzheitlichen Bewertung von Lieferprozessen vom Lieferanten bis zum Verbraucherort in der Produktion oder zur Bewertung von logistisch gerechter Produktgestaltung
  • Einsatz von Optimierungsverfahren zur effizienten Zuordnung von Material zu Belieferungsformen und zu Lagerorten.
  • und viele andere mehr.

Je ausgeklügelter und effizienter Logistik- und Produktionsprozesse gestaltet sind, um so höher ist die Bedeutung der Verlässlichkeit, Stabilität kurz der Qualität der Prozesse. Prozesssicherheit als das wichtigste Ziel des Qualitätsmanagements ist damit eine unabdingbare Voraussetzung für die Erfüllung logistischer Zielsetzungen.

Die Lehrveranstaltung „Qualitäts- und Umweltmanagement“ beschäftigt sich mit den:

  • Grundlagen und Umsetzung der entsprechenden Normen ISO 9000 ff und weitere Normen und Verordnungen
  • Den Grundlagen zur Integration von Qualitäts- und Umweltmanagementsystemen
  • Aufgaben und Werkzeuge der internen Auditoren

Viele der Aufgaben der Prozessgestaltung werden in Form von Projekten abgearbeitet. Typische Beispiele sind KVP–Projekte, Projekte zur Lieferanten­ertüchtigung im Bereich des Lieferantenmanagements oder Simulationsprojekte zur Gestaltung eines Materialflusssystems. Das Arbeiten in Projekten ist beruflicher Alltag. Es stellt sowohl an den Projektleiter als auch an die einzelnen Projekt­mitglieder besondere Anforderungen. Mit dieser besonderen Arbeitssituation beschäftigt sich die Lehrveranstaltung „Projektmanagement“. Inhalten sind u.a. 

  • Die Grundprinzipien des Arbeitens in einer Projektorganisation
  • Das erfolgreiche Starten von Projekten
  • Die richtigen Formulierung und Hinterlegung der Projektziele
  • Das Führen eines Projektteams
  • Die Information, Kommunikation und Dokumentation in einem Projekt
  • Die Strukturierung eines Projekts in einem Projektplan
  • Die Aufwandsabschätzung und Risikoanalyse
  • Der erfolgreichen Abschluss eines Projekt

Neben diesen Grundthemen des Projektmanagements werden aktuelle Themen des Projektmanagements von den Studierenden in Form eines Seminarbeitrags erarbeitet.

Zusammen mit den Inhalten der Vorlesung Grundlagen des Prozessmanagements ergeben die drei Module des Schwerpunkts Prozess-, Projekt- und Qualitäts­management eine fundierte Basis für die Bearbeitung betrieblicher Aufgaben­stellungen. Durch die Behandlung sowohl der logistisch als auch der qualitäts­orientierten Aspekte des Prozessmanagements werden die Studierenden in die Lage versetzt, komplexe Entscheidungssituationen in der betrieblichen Praxis angemessen zu modellieren, zu analysieren und einer effizienten Lösung zuzuführen. Die Vorbereitung auf das Arbeiten in Projekten rundet das in diesem Schwerpunkt  vermittelte Wissen ab.

Nachfolgend stellen wir Ihnen die Fächer und im Anschluss an jedes Fach den Fachvertreter und die weiteren Referenten vor:

Fächerübersicht

lfd.
Nr.
Fächer SWS Art der
Lehrver-
anstaltung
Prüfungen/
Art und Dauer
in Minuten
Endnoten
bildende
studien-
begleitende
Leistungs-
nach-
weise
Notengewichte
bei der Bildung
der Gesamtnote
1 Prozess- und Innovations-management 4 SU schr.P. 90 Min.   1
2 Qualitäts- und Umweltmanagement 4 SU schr.P. 90 Min.   1
3 SAP - Anwendung 4 SU/Ü schr.P. 90 Min.   1
4 Seminar für Projektmanagement 4 S   Studien-arbeit 1
  SWS insgesamt 16        

 Studium >  Angebot Studiengänge >  Betriebswirtschaft & Tourismus >  Betriebswirtschaft (Diplom FH) - auslaufend >  Fächer > Prozess-, Projekt- und Qualitätsmanagement
Schattenwurf