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Rechnungswesen und Controlling

Aufbauend auf den Grundkenntnissen des Rechnungswesens lernt der Studierende Aufgaben und Umfang des gesamten betrieblichen Wertumsatzprozesses und dessen Bedeutung für die Unternehmensleitung vertieft kennen. Er erwirbt Fertigkeiten und Kenntnisse, um das für die Leitung einer Unternehmung relevante Zahlenmaterial DV-gestützt zu ermitteln bzw. deren Einsatzmöglichkeiten kritisch zu beurteilen. Dazu gehört auch ein Einblick in die Problematik der Abschlußprüfung und in die der internationalen Rechnungslegungsgrundsätze. Er soll in der Lage sein, Controllingkonzepte zu entwickeln und sachgerecht einzusetzen, sowie Jahresabschlüsse nach handels- und steuerrechtlichen Vorschriften zu erstellen und zu beurteilen.


Fächerübersicht

 

lfd.
Nr.
Fächer SWS Art der
Lehrver-
anstaltung
Prüfungen Gewichtung für die Gesamtnote
Art und Dauer Zulassung-voraussetzungen
1 Controlling-Instrumente 4 SU schr.P.
90 Min.
 - 1
2 Einzel- und Konzern-Abschluß Bilanzanalyse 4 S schr.P.
90 Min.
 - 1
3 Grundzüge der Internationalen Rechnungs-legung (IAS, US-GAAP) 2 SU schr.P.
 90 Min. 
 - 0,5
4 Prüfungswesen 2 SU schr.P.
 90 Min. 
- 0,5
5 DV-Anwendungen 4 SU/Ü Fälle u. schr.P. 90 Min. - 1
  SWS insgesamt 16  - - - -


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Berufsspektrum

Dieser Studienschwerpunkt ist nicht auf eine spezielle Branche bzw. einen Wirtschaftszweig zugeschnitten. Die Absolventen haben daher sehr gute Berufschancen in der Industrie bei Prüfungsgesellschaften sowie Handel, Banken, Versicherungen und dem Dienstleistungsbereich. Es werden Qualifikationen vermittelt, die in jedem Unternehmen unabhängig von der Branchenzugehörigkeit gefragt sind. Entsprechend finden die Studierenden nach Abschluß ihres Studiums Einsatzfelder in den verschiedensten Unternehmungen.


Professoren und Dozenten des Studienschwerpunktes:

Prof. Dr. Christopher Barth
Prof. Dr. Sven Henning
Prof. Dr. Klaus Rauch
Daneben werden Spezialisten aus der Praxis als Dozenten für die Blockveranstaltung (Praxisblock) eingesetzt.


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Vorlesungsübersicht

 

Fächer SWS Dozent
1. Controlling-Instrumente 4 Prof. Dr. Henning
2. Einzel- und Konzern-
abschluß, Bilanzanalyse
4 Prof. Dr. Rauch
3. Grundzüge der Internationalen
Rechnungslegung
2 Prof. Dr. Barth
4. Prüfungswesen 2 Prof. Dr. Barth
5. DV-Anwendungen
  • Standardsoftware: Excel und Corporate Planner
  • SAP R/3 CO oder DATEV
 
22
Prof. Dr. Henning

Prof. Dr. Henning
Prof. Dr. Rauch


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Lehr- und Lerninhalte der Schwerpunktfächer:

 

Controlling-Instrumente

Ausgehend vom Controlling-Verständnis, das Management bei der Steuerung des Unternehmens zu unterstützen, werden zunächst Aufgaben und Instrumente bei der Informationsbereitstellung und Entscheidungsunterstützung vorgestellt und anhand von Fallstudien angewendet. Im zweiten Teil der Veranstaltung werden Aufgaben und Instrumente im Bereich der strategischen und operativen Planung und Kontrolle erarbeitet und anhand von Fällen vertieft.

Die Gliederung der Veranstaltung wird aus der folgenden Abbildung ersichtlich. Innerhalb eines Moduls werden zunächst die theoretischen Grundlagen („A“) erarbeitet und mit Hilfe von Aufgaben („B“) vertieft. Anschließend wird das Wissen anhand von einer oder mehrerer Fallstudien („C“) angewendet.

Im dritten Teil der Veranstaltung wird auf „Controlling in ausgewählten Bereichen“ detaillierter eingegangen. Hierzu gehört Finanzcontrolling, Beteiligungscontrolling, Dienstleistungscontrolling, Handelscontrolling, Projektcontrolling, Risikocontrolling und ökologieorientiertes Controlling.

Einzel- und Konzernabschluß, Bilanzanalyse

Im Rahmen der Vorlesung werden diejenigen Bereiche und Aspekte des finanziellen Rechnungswesens der Unternehmung anhand praktischer Beispiele und Fälle erarbeitet, die nach wohl übereinstimmender Auffassung zum Pflichtbestandteil jeder betriebswirtschaftlichen Ausbildung gehören sollten.
So steht im ersten Teil der Vorlesung die handelsrechtlichen Bilanzierungsregeln für Kapitalgesellschaften im Vordergrund, weil diese am umfassendsten sind und ihre Kenntnis auch für das Verständnis der Bilanzierung anderer Unternehmen von elementarer Bedeutung ist.
Auf Grund der mit der Globalisierung einhergehenden Konzentrationstendenzen und der daraus resultierenden Zunahme von Unternehmenszusammenschlüssen gewinnen Konzernabschlüsse immer mehr an Bedeutung. Dies gilt insbesondere für die externe Bilanzanalyse. Dieser Tendenz wird im zweiten Teil der Vorlesung Rechnung getragen, in dem anhand kleiner Fälle die Grundlagen des Konzernabschlusses sowie die Konsolidierungsmaßnahmen im Rahmen des Konzernabschlusses vorgestellt werden.
Im Rahmen der Bilanzanalyse geht es abschließend weniger um eine möglichst umfassende Auflistung der in der Theorie und Praxis gebräuchlichen Kenzahlen, sondern vielmehr um das Aufzeigen von Zusammenhängen zwischen den Kennzahlen und den Rechengrößen sowie um die Darstellung der Möglichkeiten aber auch der Grenzen der Informationsgewinnung aus den aufbereiteten Jahresabschlußdaten.

Grundzüge der Internationalen Rechnungslegung

Im Rahmen dieser Vorlesung lernt der Studierende die Vorschriften der länderübergereifenden Rechnungslegung von IFRS (International financial reporting standards) und US-GAAP (General accepted accounting principles) kennen.

Die Globalisierung der Unternehmen sowie der daraus resultierende zusätzliche Kapitalbedarf kann nicht mehr nur von nationalen Kapitalgebern gedeckt werden. Unternehmen sind daher gezwungen zusätzliche Ressourcen an internationalen Märkten zu erschließen. Unternehmen lassen sich beispielsweise an einer internationalen Börse wie der der New Yorker Börse notieren, um neue Gelder am amerikanischen Finanzmarkt zu erhalten. Die nationale HGB Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung mit ihren Spezifika ist jedoch für den Amerikaner, Engländer oder jeden anderen potentiellen ausländischen Anleger nicht ohne umfangreiche Einarbeitung in die HGB Vorschriften verstehbar. Daher wird versucht mit einer weltweit einheitlichen Rechnungslegung die Bilanzen vergleichbar zu machen und so den Zugang zu den internationalen Finanzmärkten sicher zu stellen und zu erleichtern.

Die Grundlagen und Ideen, die hinter den internationalen Rechnungslegungswerken stehen, sowie deren Unterscheidungen vom deutschen Recht werden in der Vorlesung dargestellt.

Prüfungswesen

Kapitalgesellschaften und bestimmte Personengesellschaften müssen ihren Jahresabschluß von einem Wirtschaftsprüfer prüfen lassen. Dieser unabhängige Prüfer soll untersuchen, ob die zu beachtenden Vorschriften (HGB, IFRS, US-GAAP) richtig angewendet wurden und ob der Jahresabschluß mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen werden kann.

Im Rahmen der Vorlesung lernt der Studierende die Gesetzesgrundlagen kennen, nach denen die Gesellschaften prüfungspflichtig sind. Außerdem wird er mit den Prüfungsstandards (PS) vom Institut der Wirtschaftsprüfer vertraut gemacht, die der Wirtschaftsprüfer bei seiner Prüfung zu beachten hat.

Daneben werden auch Prüfungstechniken vorgestellt, mit denen der Abschlußprüfer die Richtigkeit der Bilanzpositionen überprüfen kann.

DV-Anwendung

Diese Veranstaltung besteht aus zwei Komponenten.

Einerseits sind Fälle selbständig mit Hilfe von Excel und der Controlling-Software „Corporate Planner“ zu bearbeiten und mit Hilfe von Power Point zu präsentieren.

Andererseits haben die Studierenden die Wahl zwischen „Rechnungslegung / DATEV-Spezialisierung“ (Gruppe A) und „Controlling / SAP-Spezialisierung“ (Gruppe B).

Einsatz von Standardsoftware (Excel, Corporate Planner, Power Point)

Jeder Studierende erhält mehrere Fallstudien mit einer controllingrelevanten Fragestellung, die selbständig mit Excel und der Software „Corporate Planner“ zu bearbeiten sind. Das Ergebnis der Analysen ist dann „vorstandsgerecht“ mit Power Point aufzubereiten und in der Veranstaltung zu präsentieren. Die Studierenden üben realitätsnah die typische Anforderungen, die an einen Controller gestellt werden: selbständige Bearbeitung einer Fragestellung, Analyse der Daten, Interpretation und „mundgerechte“ Darstellung der Ergebnisse, Abgabe von Empfehlungen

Spezialisierung auf DATEV oder SAP R/3 CO


Gruppe A: Rechnungslegung / DATEV-Spezialisierung
Mit dem DATEV Musterfall „Müller & Thurgau GmbH“ sollen die Themen Rechnungswesen, Jahresabschluß, Steuern und Analyse interdisziplinär bearbeitet werden. Die Teilnehmer lernen anhand der verschiedenen DATEV-Programme die Einsatzmöglichkeiten der EDV in der Steuerkanzlei kennen. Im Vordergrund steht hierbei die praktische Arbeit am PC, wobei theoretische Kenntnisse in den Bereichen Finanzbuchführung, Steuern und Bilanzen vorausgesetzt werden. Am Ende des Seminars erhalten die Teil¬nehmer ein DATEV-Zertifikat, das erfahrungsgemäß bei Vorstellungsgesprächen auf großes Interesse stößt.

Gruppe B: Controlling / SAP-Spezialisierung
Anhand von mehreren Fällen werden typische controllingrelevante Fragestellungen mit Hilfe von SAP bearbeitet. Gemeinkosten-Controlling (Kostenstellen) wird ebenso behandelt wie Produktkostencontrolling (Kalkulation). Auch die Ergebnis-/Marktsegmentrechnung ist Inhalt der Veranstaltung. SAP-Kenntnisse stellen erfahrungsgemäß einen Pluspunkt bei Bewerbungsgesprächen dar und sind bei einer späteren beruflichen Tätigkeit in einem größeren Unternehmen vorteilhaft.

Stand: Januar 2006

Link zu DATEV


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