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Geriatrische Therapie, Rehabilitation und Pflege (Bachelor of Science)

 

FAQ

Häufig gefragt: Informationen für Studieninteressierte

 

Was bringt mir dieser Abschluss beruflich? Wo kann ich später arbeiten? Welche Tätigkeiten werde ich ausüben?

Mit dem Studium werden Sie für besonders komplexe und anspruchsvolle Tätigkeiten in der Behandlung, Betreuung und Versorgung alter Menschen qualifiziert. Mögliche Berufsfelder sind geriatrische Akut- und Rehakliniken, gerontopsychiatrische Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Palliativstationen bzw. Palliativdienste uvm. Hier werden Sie zwar weiterhin nah am Patienten arbeiten, aber in verantwortungsvollerer Position. Darüber hinaus gibt es auch Möglichkeiten, im kommunalen Bereich oder im Beratungs- und Dienstleistungssektor tätig zu werden. Konkrete Beispiele für Berufs- und Tätigkeitsfelder finden Sie unter Berufsbild.

Ich kann bzw. möchte nicht mehr direkt mit Patienten/Klienten arbeiten. Habe ich mit diesem Studium die Chance, in andere Tätigkeitsfelder zu wechseln?

Grundsätzlich hat der Studiengang das Ziel, für eine Tätigkeit nah am Patienten/Klienten auszubilden, wenn auch mit größerer Verantwortung, komplexeren Anforderungen und Leitungsaufgaben. Dennoch werden Sie mit diesem Studium auch für Tätigkeiten qualifiziert, die nicht mehr pflegerisch/therapeutisch sind bzw. nicht mehr einen unmittelbaren Patienten-/Klientenkontakt beinhalten. Dies ist u.a. mit dem Schwerpunkt „Pflegedienstleitung/Einrichtungsleitung“ möglich. Auch beratende Tätigkeiten könnten hierzu gezählt werden (siehe Berufsbild).
Wofür das Studium aber nicht qualifiziert, sind klassische Verwaltungstätigkeiten im Gesundheitswesen. Für diese sind zu einem deutlich höheren Anteil  betriebswirtschaftliche und juristische Kenntnisse erforderlich, wie sie in den Bachelor-Studiengängen Gesundheitswirtschaft und Sozialwirtschaft vermittelt werden.

Wie sind meine beruflichen Chancen mit diesem Abschluss?

Die Berufschancen sind gut - das gilt für die Pflegedienste, noch viel mehr für geriatrische Kliniken. Hier werden Fachkräfte händeringend gesucht, in geriatrischen Kliniken insbesondere solche mit einer geriatrischen Zusatzqualifikation, da diese gesetzlich vorgeschrieben sind.
Was Gesundheitsfachkräfte mit akademischem Abschluss allgemein betrifft, so gibt es zahlreiche Einrichtungen, die sehr daran interessiert sind, neue Wege in der Betreuung und Behandlung alter Menschen zu gehen, neue Konzepte zu entwickeln und hierfür auch Personen mit neuartigen Qualifikationen einzustellen. Im Allgäu ist die Hochschule Kempten in engem Kontakt mit Trägern der Altenhilfe sowie mit geriatrischen Kliniken, um diese auf die neuen Hochschulabsolventen vorzubereiten. Diese werden zum Teil auch in den Studiengang einbezogen, so dass Sie frühzeitig Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern aufnehmen können. Darüber hinaus informiert die Hochschule geriatrisch-gerontologisch einschlägige Einrichtungen, Verbände und Netzwerke im gesamten süddeutschen Raum über den Studiengang, so dass dieser rasch flächendeckend bekannt sein sollte. 

Werde ich mit dem Abschluss mehr Geld verdienen als bisher?

Das ist möglich, wir können es Ihnen als Hochschule aber nicht garantieren, da Gehälter entweder tariflich festgelegt sind oder zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer frei ausgehandelt werden. Prinzipiell ist es so, dass Einrichtungen mit einem Interesse an akademisch gebildeten Gesundheitsfachkräften wissen, dass sie diese auch adäquat bezahlen müssen. Bei entsprechendem Interesse finden die Einrichtungen in aller Regel auch Möglichkeiten der adäquaten Bezahlung. Das fällt Einrichtungen in privater Trägerschaft leichter als solchen in öffentlicher oder kirchlicher Trägerschaft, die vorgegebene Tarifsysteme haben. Möglichkeiten gibt es aber auch dort.

Wie viele Unterrichtsstunden werde ich haben und wie sieht die zeitliche Belastung insgesamt aus?

Die Unterrichtsstunden werden üblicherweise in Semesterwochenstunden (SWS), also Unterrichtsstunden (à 45 Minuten) pro Woche pro Semester angegeben. Im Vollzeitstudium besteht das 3. Semester aus 24 SWS, das 4. bis 6. Semester aus 22 SWS, das 7. Semester aus 16 SWS. (Semester 1 und 2 fallen durch die pauschale Anrechnung von Ausbildungsinhalten weg.) Im Teilzeitstudium besteht das 5. Semester aus 18 SWS, das 8. Semester aus 16 SWS, das 12. Semester aus 2 SWS, alle anderen Semester aus 14 SWS. (Semester 1 bis 4 fallen durch die pauschale Anrechnung von Ausbildungsinhalten weg.)
Zur zeitlichen Belastung kommt das Selbststudium hinzu, welches nicht unterschätzt werden sollte und wesentlich umfangreicher ist als in der Schule oder in der Ausbildung. Das Selbststudium besteht v.a. aus der Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, aus der Prüfungsvorbereitung sowie aus dem Verfassen von Studienarbeiten. Im letzten Semester kommt das Verfassen der Bachelorarbeit hinzu.

Kann ich den Studiengang auch berufsbegleitend bzw. in Teilzeit studieren?

Ja, die Hochschule Kempten bietet auch ein Teilzeitstudium an. Dieses wird 8 statt 5 Semester dauern. Die zeitliche Belastung je Semester ist jedoch geringer (siehe vorherige Frage).
Das Teilzeitstudium ist kein berufsbegleitendes Studium im engeren Sinne; es findet nicht in Block-, Abend- und e-Learning-Unterricht, sondern ganz normal tagsüber statt. Sie besuchen dieselben Module und Lehrveranstaltungen wie die Vollzeitstudierenden, nur mit einer geringeren Unterrichtsdichte und teils in einer anderen zeitlichen Abfolge. Die Hochschule Kempten wird – soweit organisatorisch möglich – die Teilzeit-Module auf zwei Tage pro Woche konzentrieren. So haben Sie einen größeren zeitlichen Spielraum für andere Tätigkeiten, den Sie für Erwerbstätigkeit nutzen können, aber keineswegs müssen.

Kann ich auch neben dem Vollzeitstudium arbeiten?

Was Sie neben dem Studium – egal ob Voll- oder Teilzeit – machen, ist weitestgehend Ihre Sache. Prinzipiell ist es also möglich, auch neben einem Vollzeitstudium zu arbeiten. Es gibt nicht wenige Studierende, die dies tun. Sie sollten sich aber dessen bewusst sein, dass Ihnen diese Zeit für das Selbststudium fehlt und die Gefahr besteht, dass die Erwerbstätigkeit sich negativ auf Ihre Studienleistungen auswirkt und im Extremfall Ihren Studienerfolg insgesamt gefährdet. Es ist daher ratsam, insbesondere zu Beginn des Studiums nur wenig zu arbeiten oder darauf gänzlich zu verzichten und zunächst Erfahrung zu sammeln, wie viel Zeit man für das Studium benötigt und wie viel Freiraum dies für Erwerbstätigkeit lässt.

Kann ich den Studiengang auch als Fernstudium studieren?

Nein, das Studium ist ein reines Präsenzstudium, das heißt, die Lehrveranstaltungen finden in aller Regel an der Hochschule, in einzelnen Fällen auch an außerhochschulischen Lernorten (z.B. Klinik oder Pflegeeinrichtung) statt. Das gilt auch für das Teilzeitstudium. Ein wesentlicher Teil des Studiums besteht jedoch aus Selbststudium, etwa die Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, die Anfertigung von Studienarbeiten oder die Vorbereitung auf Prüfungen. Hier ist es selbstverständlich Ihnen überlassen, wo Sie diese Phasen verbringen.

Gibt es für die Lehrveranstaltungen eine Anwesenheitspflicht?

Nein, es ist jedoch dringend zu empfehlen, die Lehrveranstaltungen zu besuchen. Zum einen lebt der Unterricht – und damit auch Ihr Lernerfolg – vom unmittelbaren Austausch der Studierenden untereinander bzw. zwischen Studierenden und Lehrenden. Zum anderen gibt es erfahrungsgemäß einen zumindest losen Zusammenhang zwischen Studienerfolg und Anwesenheit im Unterricht. Sprich: Diejenigen, die die Prüfungen nicht oder nur mit schlechten Noten bestehen, sind häufig auch diejenigen, die zuvor nur selten an den entsprechenden Lehrveranstaltungen teilgenommen hatten.

Was kostet das Studium?

Das Studium ist nicht gebührenpflichtig. Zu den üblicherweise mit einem Studium verbundenen Kosten und eventuellen Fördermöglichkeiten siehe Kosten.

Ich habe eine abgeschlossene Ausbildung, aber nicht in Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege, Physiotherapie oder Ergotherapie. Kann ich diesen Studiengang dennoch studieren?

Nein, für die Zulassung zu diesem Studiengang ist eine der vier genannten Berufsausbildungen zwingend erforderlich (Voraussetzungen). Auch ähnliche Ausbildungen wie z.B. Gesundheits- und Kinderkrankenpflege oder Heilerziehungspflege sind derzeit nicht zugelassen. Sollten in Zukunft weitere Ausbildungen zugelassen werden, erfahren Sie dies auf der Internetseite der Hochschule Kempten.

Ich habe zwar eine der geforderten Ausbildungen, habe diese aber nicht Deutschland erworben. Kann ich mich trotzdem bewerben?

Ja, sofern für Ihre Ausbildung gemäß Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz die Gleichwertigkeit mit einem der genannten Ausbildungsberufe festgestellt worden ist. Falls dies bei Ihnen noch nicht der Fall sein sollte, finden Sie Informationen zum Anerkennungsverfahren unter www.bq-portal.de und www.anerkennung-in-deutschland.de. Sollten Sie Beratungsbedarf haben, können Sie sich bspw. an die Anerkennungsberatung Anerkennungsberatung von "Tür an Tür" in Augsburg wenden: www.migranet.org/beratungsangebote/anerkennungsberatung/anerkennungsberatung-augsburg.
Weitere Beratungsstellen in Deutschland finden Sie hier: www.anerkennung-in-deutschland.de/html/de/beratungsstellen_iq_netzwerk.php.

Ich habe zwar eine der geforderten Ausbildungen, aber kein (Fach-)Abitur. Kann ich mich trotzdem bewerben?

Ja, in begrenztem Maß können auch beruflich qualifizierte Personen ohne Hochschulzugangsberechtigung (Abitur, Fachabitur) zugelassen werden. Hierfür benötigen Sie entweder eine so genannte Aufstiegsqualifikation (Meister und gleichgestellte Fortbildungsprüfungen und Abschlüsse) oder neben einer der geforderten Berufsausbildungen mindestens dreijährige hauptberufliche Berufspraxis nach Abschluss der Ausbildung. Näheres finden Sie im bayerischen Hochschulgesetz bzw. unter Informationen zur Zulassung für qualifizierte Berufstätige und Meister.

Ich möchte direkt im Anschluss an meine Berufsausbildung Ihren Studiengang studieren. Geht das?

Ja, sofern Sie eine Berufsausbildung in einem der geforderten Berufe absolvieren und über Abitur bzw. Fachabitur verfügen. Wenn Sie über keine Hochschulzugangsberechtigung verfügen, ist es zwingend erforderlich, dass Sie über  mindestens dreijährige hauptberufliche Berufspraxis nach Abschluss der Ausbildung verfügen. Näheres finden Sie im bayerischen Hochschulgesetz bzw. unter Informationen zur Zulassung für qualifizierte Berufstätige und Meister.

Wie gut sind meine Chancen, einen Studienplatz zu erhalten, wenn ich mich bewerbe?

Hierüber können wir keine zuverlässige Auskunft erteilen. Der Studiengang ist zulassungsbeschränkt; die Zahl der Studienplätze ist auf 35 begrenzt. Prinzipiell gilt also, dass die Chancen höher sind, je weniger Personen sich bewerben, und umgekehrt. Es ist zu vermuten, dass im ersten Jahrgang die Chancen höher sind, da der Studiengang noch nicht überall bekannt ist und sich möglicherweise weniger Personen bewerben. Ansonsten sollten Sie sich bei Interesse in jedem Fall bewerben, um Ihre Chancen zu testen.

Gibt es für den Studiengang eine Altersgrenze?

Für diesen Studiengang gibt es zwar keine spezielle Altersgrenze. Es gilt aber für alle zulassungsbeschränkten Studiengänge an bayerischen Hochschulen gemäß Artikel 1 Absatz 3 BayHZG : "Wer zum Bewerbungsstichtag das 55. Lebensjahr vollendet hat, wird an einem Auswahlverfahren nur beteiligt, wenn für das beabsichtigte Studium unter Berücksichtigung der persönlichen Situation schwerwiegende wissenschaftliche oder berufliche Gründe sprechen." Dies bedeutet, dass es zwar eine Altersgrenze gibt, von der aber abgesehen werden kann, wenn Sie die vom Gesetz vorgeschriebenen Gründe geltend machen können.

Dauert das Studium 5 oder 7 Semester? Und was hat das mit der Anrechnung auf sich?

Ein Bachelorstudiengang an einer bayerischen Fachhochschule besteht immer aus 7 Semestern, davon ist eines ein Praxissemester. Allerdings werden Ihnen aus Ihrer vorherigen Ausbildung (Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege, Ergotherapie, Physiotherapie) Kenntnisse und Fähigkeiten sowie praktische Ausbildungsanteile pauschal auf die ersten zwei Semester des Studiums angerechnet. Dadurch fallen diese zwei Semester faktisch weg; Sie starten direkt ins dritte Semester. (Im Teilzeitstudium fallen die ersten vier Semester faktisch weg, Sie starten direkt ins fünfte Semester.)

Ich habe nicht nur eine Ausbildung absolviert, sondern auch noch einschlägige Fort- bzw. Weiterbildungen gemacht (z.B. zur gerontopsychiatrischen Fachkraft). Kann ich mir auch das anrechnen lassen?

Dies kommt einerseits auf Inhalt, Dauer und Niveau der jeweiligen Fort- bzw. Weiterbildung an, andererseits darauf, ob es im Studium Module oder zumindest Modulteile gibt, die hiermit vergleichbar sind. Hierzu wenden Sie sich bitte zunächst an die Fachstudienberatung und besprechen gemeinsam, wo eine Anrechnung möglich erscheint. Anschließend stellen Sie einen Antrag auf individuelle Anrechnung an die Prüfungskommission. Diese wird den Antrag prüfen und über die Anrechnung entscheiden.
Prinzipiell darf Ihnen die Hochschule maximal 50 Prozent der zu erbringenden Studienleistungen aus dem außerhochschulischen Bereich anrechnen. Da Ihnen bereits mit den ersten beiden Semestern knapp 30 Prozent der Studienleistungen aus dem außerhochschulischen Bereich angerechnet werden, können maximal weitere 20 Prozent angerechnet werden.

Warum fällt das Praxissemester weg? Gibt es trotzdem praktische Anteile im Studium?

Das Praxissemester befindet sich im zweiten Semester (im Teilzeitstudium im dritten und vierten Semester) und wird Ihnen aus Ihrer Berufsausbildung pauschal angerechnet, da die praktischen Ausbildungsanteile denselben Zielen dienen wie das Praxissemester und einen weit höheren Zeitumfang haben. Es wird trotzdem in verschiedenen Modulen praktische Ausbildungsteile (z.B. Kurzpraktika, Hospitationen, praktischer Unterricht, Projektarbeit) geben.

Von wann bis wann geht jeweils das Semester und habe ich während der Semesterferien irgendwelche Verpflichtungen?

Zu den Semesterzeiten siehe Termine. Die Semesterferien können Sie bei Bedarf fürs Studium nutzen. Verpflichtungen aus dem Studium gibt es in dieser Zeit aber in aller Regel nicht.

Schattenwurf