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Soziale Arbeit (Bachelor of Arts) - Schwerpunkt Gesundheitsförderung und Prävention


Berufsbild

Mit Abschluss dieses Studiengangs bietet sich ein breites Spektrum an Berufsfeldern. Es stehen all diejenigen Bereiche offen, die einen Hochschulabschluss in Sozialer Arbeit bzw. Sozialpädagogik erfordern. Dies gilt ausdrücklich auch für solche Berufsfelder, die keinen offensichtlichen Gesundheitsbezug aufweisen. Die Fülle an Berufsfeldern in der Sozialen Arbeit ohne offensichtlichen Gesundheitsbezug ist so groß, dass diese hier nur stichwortartig umrissen werden kann. Sie umfasst u.a. die sozialen Dienste kommunaler Ämter, Einrichtungen und Dienste der Kinder- und Jugendhilfe, offene Kinder- und Jugendarbeit, Jugendberufs- und Jugendgerichtshilfe, Schullaufbahn- und Schulsozialberatung, Arbeit mit Menschen mit Behinderungen, Wohn- und Arbeitsangebote für Menschen mit Behinderungen, Maßnahmen der Rehabilitation, Beratungsdienste der Träger freier Wohlfahrtspflege, Stadtteil- und Gemeinwesensarbeit, Bewährungshilfe, Erwachsenenpädagogik, Freizeitpädagogik, Schuldnerberatung, Betriebliche Sozialarbeit, Entwicklungszusammenarbeit sowie Arbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund bzw. mit Menschen auf der Flucht.

Neben dieser breiten Qualifikation sind Absolventinnen und Absolventen besonders für alle Bereiche der gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit qualifiziert: Im kommunalen Bereich trifft dies etwa auf die sozialen Dienste der Gesundheitsämter zu, die meisten Teilgebiete der Sozialämter (z.B. Aids-Prävention, Sucht-Prävention, Schwangerenberatung, Heimaufsicht, psychosoziale Betreuung Arbeitssuchender, Seniorenhilfe), Sport-, Schul- und Jugendämter, sämtliche Bereiche der Seniorenarbeit (z.B. Seniorenbeauftragte, Seniorenpolitische Gesamtkonzepte), die Arbeit mit Selbsthilfegruppen, die Arbeit von Gesundheitskonferenzen und Gesundheitsregionen sowie den öffentlichen Gesundheitsdienst, die kommunale Gesundheitspolitik und Gesundheitsberichterstattung. Auch wesentliche Bereiche der Beratungs- und Hilfsdienste von freien oder kirchlichen Wohlfahrtsträgern sind deutlich gesundheitsbezogen.

Ein großes Tätigkeitsfeld innerhalb der gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit stellt die Soziale Arbeit im Gesundheitswesen dar, welches nach der Jugendhilfe zweitgrößter Arbeitgeber für Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter ist. Hierzu zählen ganz allgemein die Kliniksozialdienste sämtlicher Kliniken und Behandlungseinrichtungen, insbesondere von ambulanten und stationären Rehabilitationskliniken sowie Kurkliniken, da hier – anders als in Akutkliniken – neben der medizinisch-therapeutischen Versorgung auch die Wiedereingliederung in das berufliche und private Leben und der Umgang mit (ggf. neu entstandener) chronischer Erkrankung oder Behinderung wesentlicher Teil der Behandlung ist. Als spezialisierte klinische Dienste bedürfen insbesondere die Frühförderung und die Sozialpädiatrie, die Suchtprävention, die Psychiatrie, die Onkologie, die Hospizarbeit und Palliativversorgung sowie die Geriatrie besonders starker Unterstützung durch Soziale Arbeit.

Neben den Kliniken stellen Dienstleister der ambulanten und stationären Pflege sowie Einrichtungen für Menschen mit Behinderung ein umfassendes Tätigkeitsfeld dar, wo sie insbesondere in der sozialen Betreuung und Beratung, der Angehörigen- und Netzwerkarbeit sowie im Care- und Casemanagement eingesetzt werden. Auch im Bildungssektor gibt es entsprechende Berufsfelder, etwa Gesundheitsedukation in Kindergärten und Schulen, an Volkshochschulen oder bei freien Bildungsträgern, genauso in der Lehre an (Berufs-)Fachschulen und Berufsakademien.

Abschließend sei ein breiter und – nicht zuletzt vor dem Hintergrund des 2015 in Kraft getretenen Präventionsgesetzes – wachsender Bereich an primär gesundheitlichen Berufsfeldern erwähnt, für welchen die Kombination aus gesundheitlicher und sozialarbeiterischer Expertise aber eine gefragte Qualifikation sein wird, etwa im Präventions- und Gesundheitsförderungsbereich von Krankenkassen und Versicherern, bei Dienstleistern der Gesundheitsbranche sowie im betrieblichen Gesundheitswesen. Hinzu kommt ein breites Spektrum an nicht-kommunalen Behörden und Ämtern sowie Stiftungen und Vereinen mit Gesundheits- und Sozialbezug.

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