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Soziale Arbeit (Bachelor of Arts) - Schwerpunkt Gesundheitsförderung und Prävention


Studienablauf - Eine Übersicht

 Aufbau des Studiums

Der Studiengang ist analog zu anderen Studiengängen der Sozialen Arbeit aufgebaut und orientiert sich an den Anforderungen des bundesweit geltenden Qualifikationsrahmens Soziale Arbeit des Fachbereichstages Soziale Arbeit. Kennzeichnend für die Struktur (Modulmatrix) des Studiengangs ist ein systematischer und stufenweiser Aufbau aus inhaltlich zusammenhängenden Modulbereichen. Zudem lassen sich die Semester in übergreifende Studienabschnitte mit je einer gemeinsamen inhaltlichen Klammer zusammenfassen:

  1. Grundlegung: Theoretische Fundierung und anwendungsorientierte Kenntnisse und Kompetenzen für die gesamte Breite der Sozialen Arbeit (Semester 1–3)
  2. Praxiskompetenz: Handlungskonzepte und reflektierte Handlungserfahrung (Semester 4–5)
  3. Exemplarische Vertiefung: Individuelle und strukturelle Gesundheits- und Generationenarbeit (Semester 6–7)


Diese Struktur bildet die Komplexität der (gesundheitsbezogenen) Sozialen Arbeit und ihrer Bezugswissenschaften ab und ist zugleich auf Verständlichkeit und Studierbarkeit ausgerichtet ist. Sie soll den Studierenden die Orientierung im Studium erleichtern und inhaltliche Zusammenhänge über Modul- und Semestergrenzen hinaus verdeutlichen. Formal betrachtet gliedert sich das Studium zudem entsprechend der Studien- und Prüfungsordnung in ein Basisstudium generalisierter Form, das die ersten drei Semester umfasst, sowie ein stärker handlungsfeldbezogenes Vertiefungsstudium, welches die letzten vier Semester umfasst.

Studienabschnitt 1: Grundlegung
(Basisstudium, Semester 1–3)

Der erste Studienabschnitt, der besteht aus fünf inhaltlich zusammenhängenden Modulbe-reichen, die jedes der drei Semester durchziehen. Die Studierenden erhalten im ersten und umfangreichsten Modulbereich fundierte Kenntnisse und Fähigkeiten in den Grundlagen der Sozialen Arbeit. Hierzu zählen u. a. Theorie, Geschichte, Handlungslehre, Werte und Normen der Sozialen Arbeit. Diese Grundlagen werden in den vier weiteren Modulbereichen ergänzt um Module zu Mensch und Umwelt, Recht, Bezugswissenschaften und Praxismethoden. Das Basisstudium vermittelt somit die fachliche Breite der Sozialen Arbeit, jedoch bereits mit einem Fokus auf gesundheitliche Aspekte. Diese kommen insbesondere in den Modulen zu Mensch und Umwelt, Bezugswissenschaften und Praxismethoden zum Tragen.

Studienabschnitt 2: Praxiskompetenz
(Vertiefungsstudium, Semester 4–5)

Der zweite Studienabschnitt ist geprägt von einer intensiven Theorie-Praxis-Verzahnung und besteht aus zwei Modulbereichen (Praxiskompetenz und Praxissemester). Dieser praxisorientierte Block baut darauf auf, dass die Studierenden aus dem ersten Studienabschnitt umfangreiches Wissen abrufen können und zur differenzierten und reflektierten Interventionsplanung in der Lage sind. Im vierten Semester werden daher überwiegend Instrumente, Techniken, Methoden und Handlungskonzepte der angewandten Sozialen Arbeit erlernt und eingeübt, die der praktischen Anwendung und der teilverantwortlichen Tätigkeit in den Praxiseinrichtungen dienen. Diese methodisch breit aufgefächerten Module ermöglichen den Studierenden vielfältige Einsatzmöglichkeiten und tiefe Praxiserfahrungen.

Das Praxissemester umfasst mindestens 20 Wochen Vollzeittätigkeit in einer fachlich ausgewiesenen Praxisstelle mit fachlich adäquater Anleitung. Die Studierenden setzen während des Praxissemesters ein eigenständiges Projekt um und erstellen einen Bericht über ihr Praktikum. Hierbei werden sie von Lehrenden im Rahmen praxisbegleitender Lehrveranstaltungen begleitet. Sie können eigene Fähigkeiten in Bezug auf das bisher Gelernte erproben sowie Vertiefungswünsche und Entwicklungsbedürfnisse für die letzten beiden Semester erkennen.

Studienabschnitt 3: Exemplarische Vertiefung
(Vertiefungsstudium, Semester 6–7)

Im dritten Studienabschnitt werden die Praxiserfahrungen des vorhergehenden Studienabschnitts aufgegriffen, in den Modulbereichen Gesundheit im Lebenslauf, Schwerpunkte und Bachelorarbeit reflektiert und in Berufskompetenz überführt. Dieser Studienabschnitt ist sowohl auf die Gesundheits- als auch auf die Generationenarbeit zugeschnitten, und zwar auf individueller wie auf struktureller Ebene. Bereits im ersten Studienabschnitt haben sich die Studierenden mit Lebenslauforientierung und den unterschiedlichen gesundheitlichen und sozialen Bedarfen der jeweiligen Altersgruppen befasst. Dieser verbindende Ansatz wird am Ende des Studiums wieder aufgegriffen und entfaltet.

Im Modulbereich Gesundheit im Lebenslauf vertiefen die Studierenden die Grundlagen der Lebenslauforientierung aus dem ersten Studienabschnitt in drei Modulen, die sich der Lebenslaufarbeit am Beispiel des Erwachsenenalters sowie eingehender den Lebensphasen Kindheit, Jugend, Altersübergang und Alter widmen.

Der Modulbereich Schwerpunkte besteht aus zwei Schwerpunktmodulen. Im ersten Schwerpunktmodul befassen sich die mit Prävention und Bewältigung. Hierbei geht es insbesondere um Gesundheitsförderung und Teilhabeermöglichung nach oder bei schwerer Krankheit, Sucht, Traumata, Flucht und Verfolgung, (psychischer) Krankheit der Eltern, chronischen Erkrankungen sowie Körperfunktions- oder Körperstrukturstörungen. Ausgangspunkt ist hier die Individualarbeit unter Einbezug von Setting, Familie, Nachbarschaft und Umwelt. Im zweiten Schwerpunktmodul stehen Gesundheitsförderung und Prävention im Sozialraum im Vordergrund. Ausgangspunkt ist hierbei nicht das Individuum, sondern die Ebene der Kommunen, Quartiere und Regionen, um die Planung, Durchführung und Evaluation von Maßnahmen, um erforderlichen Infrastrukturaufbau, um Netzwerkarbeit und die Verzahnung von Institutionen.

Den Abschluss des siebten Semesters und des gesamten Studiums bildet die Bachelorarbeit. Hier müssen die Studierenden in einer eigenständigen, wissenschaftlichen und praxisbezogenen Arbeit eine relevante Fragestellung theoriebasiert behandeln. Die Arbeit weist idealerweise einen Bezug zum Praxissemester auf und sollte den spezifischen Schwerpunkt des Studiengangs widerspiegeln. Hierbei werden die Studierenden durch Lehrende betreut.

Auslandsstudium

Die Fachhochschule Kempten unterhält Beziehungen zu vielen Partnerhochschulen auf der ganzen Welt. Auslandsaufenthalte oder -praktika werden ausdrücklich begrüßt. Bei einem Auslandsstudium erbrachte Prüfungsleistungen können angerechnet werden, wenn die dabei erworbenen Kompetenzen keinen wesentlichen Unterschied zu dem im Studiengang vorgesehenen Kompetenzerwerb aufweisen. Näheres hierzu finden Sie unter Anrechnung von Prüfungsleistungen.

Schattenwurf